Das neue ICE-Werk

Bahn-Metropole Nürnberg

Foto: DB AG/VKE Design

Über das Projekt

In Nürnberg plant die Deutsche Bahn ihr neuestes ICE-Instandhaltungswerk: Rund 35 bis 45 Hektar Betriebsfläche auf einem Grundstück mit einer Länge von rund 3.200 bzw. 4.450 Metern. Das Herzstück bildet eine rund 480 Meter lange Halle mit sechs Gleisen, in der jeden Tag bis zu 25 ICE-Züge für einen zuverlässigen Fernverkehr gewartet und instandgesetzt werden können.

 

Die Bahn investiert rund 400 Millionen Euro in das neue Nürnberger ICE-Werk. Neben Köln-Nippes und Cottbus wird es nach seiner Inbetriebnahme – voraussichtlich 2028 – zu den modernsten im europäischen Eisenbahnsektor zählen. Die vertiefenden Planungen und die Untersuchung mehrerer Standorte für das Raumordnungsverfahren bilden den Schwerpunkt für das Jahr 2021, begleitet von einem intensiven Dialog mit Behörden, Verbänden und Bürger:innen.

Skizze zum neuen ICE-Werk Nürnberg
 

Neun Gebiete in der Metropolregion Nürnberg werden im Detail untersucht: Deutsche Bahn schließt Vorauswahl möglicher Standorte ab • Bürgerdialoge starten im Mai

 

DB-Projektleiter Carsten Burmeister stellt sich vor und informiert zur Standortsuche und den geplanten Dialogveranstaltungen.

 

Die Vorbereitungen für das Raumordnungsverfahren zum neuen ICE-Werk in Nürnberg laufen. Bisher hat die Deutsche Bahn (DB) fünf mögliche Standorte für das Werk betrachtet.

 

Die Deutsche Bahn (DB) baut ein neues ICEInstandhaltungswerk in Nürnberg und investiert dafür rund 400 Millionen Euro. Mehr als 450 Menschen werden im zehnten Werkstandort des DB-Fernverkehrs hochwertige und zukunftssichere Arbeitsplätze finden.

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Nutzen für die Region

Das neue Werk gibt dem Raum Nürnberg starke wirtschaftliche Impulse: 450 neue Arbeitsplätze entstehen hier, für Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen, Ingenieur:innen und viele weitere Berufsbilder. Und schon bevor die ersten ICE in die Wartungshalle rollen, werden positive Effekte spürbar: Besonders regionale Anbieter sind aufgerufen, sich an den Ausschreibungen für den Bau des Werks und allen damit zusammenhängenden Leistungen zu beteiligen.

 

Der Standort für das neue Werk ist geschichtsträchtig: Vor fast 200 Jahren fuhr hier die erste Dampflok auf deutschem Boden. Nürnberg hat sich seitdem zu einem zentralen Knoten im deutschen und europäischen Schienennetz entwickelt, zuletzt durch die Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke München–Berlin. Das ist auch der Grund, warum die Bahn bereits drei andere Bahnwerke in der fränkischen Metropole betreibt.

Nachbau der Dampflok „Adler“ aus dem Bestand des DB Museum bei einer Festveranstaltung (Bild: DB AG - Barteld Redaktion & Verlag)
Foto: DB AG/Oliver Lang

Umweltschutz

Als eine der europaweit umweltfreundlichsten Anlagen seiner Art wird das Nürnberger ICE-Werk vollständig CO2-neutral betrieben: Photovoltaik erzeugt Strom für den Betrieb, die Warmwassererzeugung erfolgt über Solarthermie. Eine besonders gedämmte Gebäudehülle sorgt für einen niedrigen Energieverbrauch.

Aber der Nutzen für Klima und Umwelt wird vor allem auf einer anderen Ebene deutlich: Eine starke Schiene ist der Schlüssel zur erfolgreichen Verkehrswende. Eine gut ausgestattete und funktionstüchtige ICE-Flotte bildet das Rückgrat des klima- und umweltfreundlichen Fernverkehrs der Bahn. Mit ihr können wir eine attraktive und zuverlässige Alternative zum Straßenverkehr schaffen. Das neue Werk in Nürnberg wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

 

Auch bei Planung und Bau haben wir Umweltaspekte immer im Blick: Wir untersuchen im Vorfeld der Genehmigungsverfahren genau, welche Auswirkungen das neue Werk auf seine Umgebung haben wird. Den Flächenverbrauch reduzieren wir ebenso auf das absolut nötige Minimum wie die Beeinträchtigung von Lebensräumen heimischer Tiere und Pflanzen. Wo sich Eingriffe trotz aller Bemühungen nicht verhindern lassen, schaffen wir gleichartigen Ausgleich. Auch dem Thema Lärm kommt in einer so dicht besiedelten Metropolregion wie Nürnberg eine besondere Bedeutung zu. Von Beginn an planen wir so, dass Bau und Betrieb möglichst leise vonstattengehen können.

Foto: Fotolia/Schulz Foto
Foto: DB AG/ Hartmut-Joachim Sigrist